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Internationaler Kongress der Europäischen Gesellschaft für Redox Biologie (SFRR-E) in Mainz

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Internationaler Kongress der Europäischen Gesellschaft für Redox Biologie (SFRR-E) in Mainz

Mainz, 14.06.2026 – In der Woche vom 01. bis 06. Juni 2026 hat in Mainz der internationale Kongress der Europäischen Gesellschaft für Redox Biologie und Freie Radikalforschung (SFRR-E) stattgefunden https://www.sfrremainz2026.com/. Der diesjährige Kongress wurde vom Organisator Univ.-Prof. Dr. Andreas Daiber (Universitätsmedizin Mainz) und seinem Co-Organisator Univ.-Prof. Dr. Tilman Grune (Deutsches Institut für Ernährungsforschung) vom 03. bis 05. Juni unter dem wissenschaftlichen Thema „Redox Biologie, Umweltexpositionen und Lebensstilrisikofaktoren“ unter der Schirmherrschaft von SFRR- E ausgerichtet. Umrahmt wurde der Hauptkongress im Hilton Hotel Mainz von den Satelliten Symposien am Campus der Johannes Gutenberg Universität, dem EXPOHEALTH Symposium mit 70 Teilnehmern (01.-02. Juni am Max Planck Institut für Chemie) und dem GREXS Symposium mit 100 Teilnehmern (06. Juni am Max Planck Institut für Polymerforschung). Neben der aktuellen Thematik gaben auch die Lage, die Historie und die zahlreichen Möglichkeiten des Wissenschaftsstandorts Rhein-Main generell und Mainz im Besonderen den Ausschlag für den Zuschlag: Die Lage im Zentrum Europas, in der Nähe des Frankfurter Flughafens und im Herzen des deutschen Weinanbaugebiets; der römische Name von Mainz „Mogontiacum“ und eine der größten Kathedralen Deutschlands die die bedeutende Geschichte der Stadt widerspiegeln. Mainz trat damit in die Fußstapfen von Wien, Istanbul und Galway wo der Kongress in den Jahren zuvor ausgerichtet wurde.

Die SFRR-E Konferenz 2026 hat 300 Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen und Regionen Europas und darüber hinaus zusammengebracht, um Themen der Redoxbiologie im Zusammenhang mit Umweltbelastungen und Lebensstilrisikofaktoren vorzustellen und zu diskutieren. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer waren Nachwuchswissenschaftler/innen (Studenten/innen, Doktoranden/innen und Postdoktoranden/innen). Die internationalen Experten und Konferenzteilnehmer waren beeindruckt von der reichen Mainzer Historie, dem malerischen Altstadtviertel, der Gastfreundschaft und der malerischen Rheinpromenade. Die Zeit vor und nach dem Kongress sowie die Abende nach dem wissenschaftlichen Programm nutzen die Teilnehmer, um diese kulturellen Besonderheiten von Mainz zu erkunden. Neben von Experten begutachteten Symposien und kompetitiv ausgewählten Vortragssitzungen wurden zahlreiche Sitzungen für Nachwuchswissenschaftler/innen im Rahmen des Kongresses sowie thematisch fokussierte Satellitensymposien angeboten und erfolgreich von den Teilnehmern angenommen.

Die Kongresswoche voll wissenschaftlichem Austausch sowie Anbahnung neuer und Auffrischung bestehender Kooperationen startete mit dem EXPOHEALTH Symposium, das am ersten Tag unter dem Motto Umwelt- und Lebensstilrisikofaktoren stand und von zahlreichen Referenten der SFRR-E Gemeinschaft und des EU Umweltforschungskonsortiums MARKOPOLO unterstützt wurde. Am zweiten Tag präsentierten sich ausgewählte Exzellenzforschungsstrukturen und Einrichtungen der Universitätsmedizin und der Johannes Gutenberg Universität den Teilnehmern vorstellte (Kardiologie, CTH, IMB, PKZI, TRON, MPIP, LIR, MPIC). Die Umweltthematik trug zur internationalen Sichtbarkeit des Potentialbereichs EXPOHEALTH, einem Forschungsverbund zu den Gesundheitsauswirkungen von Umweltrisikofaktoren wie Lärm und Feinstaub an der Universitätsmedizin und der Johannes Gutenberg Universität sowie weiteren Rhein-Main-Universitäten bei. Die Vorstellung der Exzellenzforschungsstrukturen und Einrichtungen stellte die zahlreichen Möglichkeiten der Spitzenforschung am Standort Mainz vor und wird sicherlich zu zahlreichen neuen internationalen wissenschaftlichen Kooperationen führen. Eröffnet wurde der erste Tag vom lokalen Gastgeber Dr. Thomas Berkemeier am Max Planck Institut für Chemie und den Sprechern des Potentialbereichs EXPOHEALTH, Univ.-Prof. Andreas Daiber und Univ.-Prof. Daniel Wollschläger. Der zweite Tag wurde eröffnet von einem Vortrag zur Historie, den maßgeblichen wissenschaftlichen Durchbrüchen bis hin zur modernen Kardiologie von Univ.-Prof. Philipp Lurz (Direktor des Zentrums für Kardiologie) (Bild 2, links). Insgesamt umfasste das Symposium 32 Vorträge lokaler und internationaler Experten. Unterstützt wurde das EXPOHEALTH Symposium durch Mittel des Max Planck Institut für Chemie, der Dr. Hans Riegel-Stiftung und Reisemittel für 10 internationale Nachwuchswissenschaftler durch den Potentialbereichs EXPOHEALTH (gefördert durch Landesmittel der Wissenschaftsinitiative Rheinland-Pfalz) – die Preisverleihung fand in der Mittagspause am ersten Tag statt (Bild 1, links). Höhepunkt des gesellschaftlichen Rahmenprogramms des Symposiums war eine Weinbergtour in Mainz- Bodenheim, um den internationalen Teilnehmern die Rhein-Main Weinkultur näher zu bringen.

Beschreibung von Bild 1 (bitte aufklappen)

Oben: Eröffnungsvortrag am zweiten Tag des EXPOHEALTH Symposiums durch Univ.-Prof. Philipp Lurz (Direktor des Zentrums für Kardiologie). Unten: Verleihung der Urkunden für die EXPOHEALTH Reiseunterstützung an die Preisträger/innen durch die Sprecher des Potentialbereichs EXPOHEALTH, Univ.-Prof. Andreas Daiber (Kardiologie) und Univ.-Prof. Daniel Wollschläger (IMBEI).

Der Hauptkongress begann am 02. Juni mit dem Willkommensempfang und Registrierung. Am 03. Juni um 9 Uhr folgte die Eröffnungssitzung im Goldsaal des Hilton Hotels, in der neben dem Organisator des Kongresses auch der Präsident von SFRR-E, Univ.-Prof. Giuseppe Valacchi (Ferrara, Italien), der Präsident des Oxygen Club California, Univ.-Prof. Enrique Cadenas (CA, USA) und der Repräsentant der Internationalen Redox Biologie Gesellschaft (SFRR-I), Univ.-Prof. Giovanni Mann (London, UK) ihre Willkommensgrüße an die Teilnehmer richteten. Die Unterstützung des Kongresses durch die Universitätsmedizin und Johannes Gutenberg Universität wurde durch die Anwesenheit des Vizepräsidenten für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Univ.-Prof. Stefan Müller-Stach, und des Wissenschaftlichen Vorstands der Universitätsmedizin und Dekan des Fachbereichs Medizin, Univ.- Prof. Philipp Drees, unterstrichen (Bild 2). Ihre Grußworte spannten einen sehr schönen Bogen zwischen der Wissenschaft auf dem Kongress, den zahlreichen internationalen Experten und Nachwuchswissenschaftler/innen und dem kulturellen und wissenschaftlichen Umfeld in Mainz und dem Rhein-Main Gebiet. Die Beiträge der Repräsentanten der Universitätsmedizin und Johannes Gutenberg Universität, Univ.-Prof. Stefan Müller-Stach und Prof. Philipp Drees, wurden vom Leitungsgremium der SFRR-E Gesellschaft und den Organisatoren des Kongresses als große Wertschätzung und Auszeichnung empfunden. Mit insgesamt 246 Präsentationen (100 Vorträgen und 146 Postern) wurde wissenschaftlicher Austausch auf Spitzenniveau geboten, mit Höhepunkten wie den Vorträgen der SFRR-E Preisträger, den Eröffnungsvorträgen zu Lärm und Feinstaub als Gesundheitsrisikofaktoren durch Senior-Prof. Thomas Münzel (Kardiologie) und Univ.-Prof. Sanjay Rajagopalan (OH, USA), und dem Industrievortrag zur Erfolgsgeschichte der Firma Cardior von der Entwicklung im Labor zur klinischen Phase II Studie eines neuartigen Herzmedikaments, gehalten von Univ.-Prof. Thomas Thum (Medizinische Hochschule Hannover, Gründer Cardior). Am Donnerstag und Freitag begann das Tagungsprogramm jeweils mit den traditionellen Sonnenaufgangs-Freien-Radikalvorträgen, die bereits um 7 Uhr 30 starteten. Höhepunkte des gesellschaftlichen Rahmenprogramms waren ein Dinner des SFRR-E Leitungsgremiums und ausgewählter Hauptredner im Heilig Geist Restaurant in Mainz und das Konferenz Gala Dinner im Fürst von Bismarck Saal in der Eulchen Brauerei mit 230 Tagungsteilnehmern.

Beschreibung von Bild 2 (bitte aufklappen)

Entrichtung der Grußworte in der Eröffnungssitzung der SFRR-E Hauptkonferenz im Goldsaal des Hilton Hotels in Mainz. Von links nach rechts: Prof. Philipp Drees (Wiss. Vorstand der Universitätsmedizin), Univ.-Prof. Enrique Cadenas (CA, USA, OCC Präsident), Univ.-Prof. Andreas Daiber (Kardiologie, Universitätsmedizin, Organisator), Univ.-Prof. Giuseppe Valacchi (Ferrara, Italien, SFRR-E Präsident), Univ.-Prof. Giovanni Mann (London, UK, SFRR-I) und Univ.-Prof. Stefan Müller-Stach (Vizepräsident der Johannes Gutenberg Universität)

Abgeschlossen wurde die Kongresswoche vom GREXS Symposium am 06. Juni am Max Planck Institut für Polymerforschung, ausgerichtet von Dr. Uladzimir Barayeu in Zusammenarbeit mit der Japanischen Redox Biologie Gesellschaft. Mit 100 Teilnehmern, wobei rund die Hälfte der Delegierten von den Japanischen und Asiatischen Redox Biologie Gesellschaften entsendet wurden, war auch dieses Satellitensymposium extrem erfolgreich und trug zum internationalen Charakter der Kongresswoche bei. Mit 19 Vorträgen war auch dieser letzte Kongresstag voller wissenschaftlicher Höhepunkte und wurde vom gesellschaftlichen Rahmenprogramm am Abend mit einem BBQ Dinner abgeschlossen.

Zusammengefasst war die Kongresswoche wie von vielen Teilnehmern bereits bestätigt ein voller Erfolg. Es ist offensichtlich gelungen hochkarätigen wissenschaftlichen Austausch mit einem gesellschaftlichen Rahmenprogramm zu verknüpfen, was nachhaltig zur internationalen Sichtbarkeit des Wissenschaftsstandorts Mainz und des Kulturraums Rhein-Main beigetragen hat. Insgesamt 193 Teilnehmer kamen aus Europe (davon 46 aus Deutschland), 29 aus Asien, 15 aus Südamerika und alle weiteren aus sonstigen Gebieten. 15 Teilnehmer aus Mainz brachten sich aktiv in die Tagungsorganisation ein. Dieser große Erfolg wäre ohne die zahlreichen Sponsoren der Tagung nicht möglich gewesen. Allen voran ist die großzügige Unterstützung durch SFRR-E selbst bzw. den Hauptunterstützer der Gesellschaft, das Verlagshaus Elsevier, den Oxygen Club California (Platin) sowie eine beachtliche Zahl von internationalen und nationalen Industriesponsoren (Silber, Bronze) zu nennen. Aber auch die Unterstützung durch eingeworbene lokale Fördermittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft, des Potentialbereichs EXPOHEALTH (gefördert durch Landesmittel der Wissenschaftsinitiative Rheinland- Pfalz), jeweils Platin, der Stiftung Mainzer Herz und der Dr. Hans Riegel-Stiftung (MINT TANK) und des Max Planck Instituts für Chemie (Silber und Bronze) werden hier dankbar erwähnt. Daneben wurden zahlreiche Referenten durch Mittel des EU Umweltforschungskonsortiums MARKOPOLO sowie eines „Outreach“ Antrags zur Förderung der Vernetzung mit anderen wiss. Disziplinen der SFRR Gesellschaften unterstützt. Alle Konferenz-Abstracts wurden in einem speziellen Konferenzband in der Traditionszeitschrift der Redox Biologie Gesellschaften, Free Radical Biology & Medicine, veröffentlicht (Bild 3).

Beschreibung von Bild 3 (bitte aufklappen)

Konferenzband in der Traditionszeitschrift FRBM

Bildquelle: Andreas Daiber (EXPOHEALTH Symposium) and Peter Pulkowski (SFRR-E Conference) und Elsevier (FRBM Kongressband).

Contact:

Univ.-Prof. Dr. Andreas Daiber
Department of Cardiology
University Medical Center Mainz
Coordinator of the EU Environmental Research Consortium MARKOPOLO
E-mail: daiber@uni-mainz.de

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de.

Über die Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) zählt mit rund 33.000 Studierenden aus über 130 Nationen zu den größten Universitäten Deutschlands. Als einzige Volluniversität des Landes Rheinland- Pfalz vereint sie nahezu alle akademischen Disziplinen, inklusive Universitätsmedizin Mainz und zwei künstlerischer Hochschulen, unter einem Dach – eine in der bundesdeutschen Hochschullandschaft einmalige Integration. Mit 75 Studienfächern mit insgesamt 242 Studienangeboten, darunter 106 Bachelor- und 116 Masterstudiengängen sowie sieben Zusatz-, Aufbau- und Erweiterungsstudiengängen, bietet die JGU eine außergewöhnlich breite Palette an Studienmöglichkeiten. Rund 4.360 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, darunter 540 Professorinnen und Professoren, lehren und forschen in mehr als 150 Instituten und Kliniken. Weitere Informationen im Internet unter https://www.uni-mainz.de/.